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The world goes trump

Was reimt sich auf dumb? Richtig, numb.
iGude!

Donald Trump und Elon Musk. Es gibt derzeit wohl kaum Personen, die das Weltgeschehen und damit verbunden die Schlagzeilen so beherrschen wie Trump und Musk. Gefühlt jede Woche halten sie die Welt in Atem, reell sogar zuweilen täglich bis stündlich.

Journalistische Medien profitieren von dem enormen Interesse, allein die linksliberale New York Times wuchs von 1,5 Millionen digitaler Abonnenten im Jahr 2016, dem Jahr von Trumps erster Wahl, auf mehr als 7 Millionen im Jahr 2020, dem Ende von Trumps erster Amtszeit. Drei Jahre später stieg die Zahl lediglich um eine weitere Million an.

Nun ist Donald Trump in erster Linie selbst für sein Verhalten verantwortlich. Aber auch sein Umfeld trägt eine Mitverantwortung, die ihn gewähren lässt oder gar unterstützt. Das gilt auch für die Medien, von denen er zwar oft bekämpft, aber zugleich auch hervorgehoben wird.

Und dann gibt es ja noch uns, die Rezipienten. Würden wir all die Meldungen und Clips nicht anklicken, gäbe es diesen Hype nicht. Bestes Beispiel dafür ist Elon Musk mit Tesla. Seit der Verquickung von Musk und Trump, von Wirtschaft und Politik, ist der Absatz genauso wie der Aktienkurs von Tesla dramatisch eingebrochen. Allein durch den gestrigen Streit zwischen Trump und Musk verlor Tesla auf einen Schlag 150 Milliarden Dollar an Marktwert. Mit Blick auf mein Bankkonto: irre!

Für Unternehmer dürfte dieses Beispiel eindrucksvoll zeigen, warum sie vermutlich recht haben, sich weitestgehend aus Politik herauszuhalten. Es schadet mehr als das es nützt. Und in dieser Hinsicht bin ich froh zu sehen, dass das politische Experiment auf höchster Bühne, einen Unternehmer mit ins politische Bett zu holen, vorerst krachend gescheitert ist. Denn hätten Trump und Musk gemeinsam damit Erfolg gehabt, hätte das düstere Folgen gehabt. Nun regiert Geld eben doch nicht die Welt, sondern Trump.

Trump sagen ja viele nach, er sei Narzisst. Und auch auf Musk passt dieses Label, wenngleich beide nicht erwiesenermaßen im klinischen Sinne Narzissten sind. Ihr Verhalten aber passt gut dazu: ein übertriebenes Gefühl der eigenen Wichtigkeit, Fantasien von grenzenlosem Erfolg, Macht und Genialität, ein ständiges Bedürfnis nach Bewunderung, ein Mangel an Empathie, ein ausbeuterisches Verhalten in Beziehungen (Wikipedia: „Musk war dreimal verheiratet. Er hat mindestens vierzehn Kinder, von denen das erste kurz nach der Geburt verstarb.“) und zu schlechter Letzt pure Arroganz.

Was mich zurück zu den anderen Verantwortungsträgern führt: Wie geht man mit Trump und Musk angemessen um? Zweifellos haben beide eine große Macht, weshalb eine gewisse Relevanz gegeben ist. Und ja, sie einfach zu ignorieren funktioniert ähnlich schlecht wie hierzulande mit der AfD. Ein echtes Dilemma. In meiner Rolle als Publizist hatte ich zunächst überlegt, genau diese Gedanken nicht mit euch zu teilen. Ich möchte schließlich nicht Teil des Systems oder besser gesagt Problems sein.

Nun können weder ich als Autor dieses Newsletters noch ihr als Leser dieses Newsletters etwas an der Trumpomanie ändern. Das wäre anmaßend. Was wir aber ändern können, ist unser Klickverhalten. Wie wäre es, wenn wir bei der nächsten Meldung über Trump oder Musk einfach mal nicht draufklicken? Dann jedenfalls würden wir ein kleines Signal an die Journalisten und Verleger da draußen schicken, dass wir weniger davon wollen.

Es ist wie in der Volkswirtschaftslehre, wie mich ein Freund vor Jahren im Podcast voll meta! belehrte: Mit meinem Einkaufsverhalten sende ich die Botschaft an die Händler und Lieferanten, von welchen Produkten ich mehr und von welchen ich weniger will. Und genauso wie der Kauf eines Produktes dem Hersteller signalisiert, dass er mehr davon produzieren soll, kann ich als Rezipient mit dem (ausbleibenden) Klick eines Artikels dem Verlag signalisieren, mehr (oder weniger) solcher Meldungen zu veröffentlichen.

In diesem Sinne: Seid nicht dumm und entscheidet bewusst, welche Meldungen ihr lest. Wie heißt es so schön? Klicken ist Macht. Klick nix, Macht nix.

Bis nächste Woche,

Euer Daniel

Hören.

In der vergangenen Woche war ich nach längerer Auszeit mal wieder beruflich unterwegs und habe dabei zur Abwechslung nicht nur Podcasts, sondern auch Musik gehört. Hängen geblieben bin ich unter anderem bei dem Lied "I Still Believe" von dem US-Rapper Lecrae und der großartigen Band for KING + COUNTRY. Ein absoluter Hörgenuss und zugleich Inspiration für das Bild auf transittimes.com.

Sehen.

Ihr wisst ja inzwischen, dass Fußball für mich die schönste Nebensache der Welt ist. Daher habe ich es mir nicht nehmen lassen, das bislang erste Spiel in dieser Fußballsaison zu schauen, da es frei auf ZDF übertragen wurde. Gemeinsam mit meinem Sohn, wodurch ich direkt ein besonderes Highlight für ihn schaffen konnte. (Diese Vater-Sohn-Momente sind wichtig.) Er kommentierte pausenlos, war begeistert dabei.

Begeisternd fand ich auch den zweimaligen Finaltorschützen Désiré Doué. Im Interview direkt nach dem Spiel sagte er auf Französisch in die Kamera, er danke seinem HERRN Jesus Christus. Übersetzt wurde das vom Dolmetcher völlig inakzeptabler Weise mit "Ich danke Gott".

Auf der chinesischen Plattform TikTok wurde seine Aussage sogar zensiert, denn ursprünglich wollte ich den christlichen Kanal Ballers in God verlinken, wo man das Statement nun aber nicht mehr hören kann. Auf YouTube hingegen ist es noch zu sehen.

Fühlen.

Diese Woche war für mich sehr intensiv. Eine Art Gefühlsachterbahn, nur ohne emotionale Hochs. Und doch blicke ich zuversichtlich nach vorne und bin zugleich dankbar für den guten Umgang mit Gefühlen.

Riechen.

In unserer Küche entsteht gerade Holunderblütensirup. Der Geruch fügt eine schöne Duftnote hinzu. Wer weiß, ob unsere Kinder den Duft später mal mit schönen Kindheitserinnerungen assoziieren werden.

Schmecken.

Seit einigen Jahren sind wir dabei, unseren Zuckerkonsum zu reduzieren. Nicht radikal, nicht schnell, sondern langsam und stetig. Meine Geschmacksnerven passen sich an und auf diese Weise entdecke ich neue Produkte, die ich sonst nicht kennengelernt hätte. So wie den Schokoladen Haselnuss Aufstrich von Rosa Canina mit nur 14,5 Gramm Zucker. Wirklich top!

One more Sinn

Passend zu den letzten beiden Editionen von Transit Times hieß es im Newsletter der ZEIT Akademie eingangs:

Was macht uns wirklich glücklich? Die Frage scheint einfach, ist aber tiefgreifend. Eine Harvard-Studie zur Entwicklung Erwachsener, die über acht Jahrzehnte hinweg lief, zeigt eine überraschend klare Antwort: Es sind nicht Reichtum oder Erfolg, sondern stabile soziale Beziehungen, die unser Leben erfüllt und gesund machen.

Wenn das Ziel also Glück im Sinne von einer tiefen, echten und nachhaltigen Zufriedenheit ist, dann sind mehr und effizienter arbeiten nicht per se die entscheidenden und tragfähigen Lösungsansätze oder Parameter, um diesem Ziel näher zu kommen. Es kann sogar gegenteiligen Effekt haben, wenn wir vor lauter Arbeit und Stress zunehmend weiter vereinsamen und Freundschaften vernachlässigen:

Unfreiwillige Einsamkeit wirkt sich nachweislich negativ auf die psychische und physische Gesundheit aus. Studien zeigen: Soziale Isolation kann das Risiko für Depressionen, Herz-Kreislauf-Erkrankungen und sogar eine verkürzte Lebensdauer erhöhen. „Soziale Verbundenheit ist überlebenswichtig“, sagt Prof. Dr. Beate Ditzen, Medizinpsychologin und Paartherapeutin. Es lohnt sich also, Beziehungsarbeit nicht als Kür, sondern als Notwendigkeit zu begreifen.

In diesem Sinne: Achtest du ausreichend auf das Pflegen deiner Beziehungen mit Freunden, Familie und Nachbarn? Ja, es kostet Zeit und manchmal auch Energie, aber es lohnt sich.
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