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»Zwischen Verstand und Gefühl liegt oft ein Ozean.« — unbekannt
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Politisch brennt es weiterhin an allen Ecken und Enden. Die unbekümmerte Zeit des Friedens scheint vorbei. Und das schmerzt. Doch in dieser Edition widme ich mich nach zwei politischen Folgen mal wieder einem Herzensthema von mir: unserem Inneren.
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Wusstest du, dass es rund elf Kilometer sind, die es hinab geht zum tiefsten messbaren Punkt der Erde im Marianengraben? Und wusstest du, dass es sinnbildlich gesprochen rund elf Kilometer sind, die wir Menschen an Reizen aufnehmen können?
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Während Ersteres der Fokus eines Podcasts der Tagesschau ist, bezieht sich Letzteres auf Erkenntnisse aus der Hirnforschung, Psychologie und Kybernetik – also auf das, was in uns Menschen passiert. Und genau das lohnt es sich, einmal näher anzuschauen.
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Ausgangspunkt ist dabei die Frage, und hier zitiere ich Vera Birkenbihl: „Wie viele Reize kann ein Sinnesorgan in einer bestimmten Zeit aufnehmen?“ Daraus ergibt sich die sogenannte Bandbreite, also die gesamten bewussten und unbewussten Wahrnehmungsmöglichkeiten unseres neurophysiologischen Apparates.
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Und wie ihr euch denken könnt, ist unser Gehirn sehr leistungsstark. Es verarbeitet insgesamt Millionen von Bits pro Sekunde, also riesige Mengen an Informationen wie Körperfunktionen, Gewohnheiten, implizite Wahrnehmung, emotionale Muster oder Intuition. Timothy Wilson, Psychologieprofessor an der University of Virginia, kommt hier auf die Zahl von eben jenen 11 Millionen Bits pro Sekunde. So weit, so beeindruckend.
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Spannend wird es aber erst dann, wenn man sich fragt, wie groß die bewusste Wahrnehmung von Sehen, Hören, Riechen, Schmecken und Fühlen im Vergleich zur unbewussten Wahrnehmung ist. Also wie hoch ist der Anteil der bewussten Wahrnehmung an der Gesamtstrecke von sinnbildlich gesprochen 11 Kilometern? Schätz mal.
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Na, welche Zahl hast du im Kopf? 1 Kilometer? 15 Meter? Oder sogar weniger als 1 Meter? Tatsächlich sind es 15 Millimeter. Heißt: Unser Bewusstsein kann im Gegensatz zum Unterbewusstsein nur extrem wenige Informationen gleichzeitig aktiv verarbeiten.
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Allen Mathematikern unter euch sei gesagt, dass wir hier nicht von exakter Arithmetik, sondern von einer Metapher sprechen, die „die Relation der Zahlen zueinander aufzeigen soll“, wie Vera Birkenbihl erklärt. Die 15 bewussten Millimeter stehen somit stark abgeschottet im Verhältnis zu den 11 Kilometern unserer „Katakomben des Wissens“ und befähigen uns, uns „auf einige Aspekte im Hier und Jetzt zu konzentrieren“.
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Und was sagt uns das jetzt? Vera Birkenbihl spricht hier von einem elf Kilometer langen Archiv voller Schubladen, Kisten und Aktenschränken, die oft unter Verschluss gehalten werden – um uns vor Überforderung zu schützen. Und doch lohnt es sich, mit dem Unbewussten und nicht dagegen zu arbeiten.
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Woran solltest du vielleicht mal arbeiten, das du aktuell unter Verschluss hältst? Wenn du auf den richtigen Zeitpunkt gewartet hast, habe ich einen Spoiler alert für dich: der wird nie kommen. (Natürlich gibt es umgekehrt durchaus unpassende Zeitpunkte, aber Hand aufs Herz: Wann wäre denn passend?) Und wenn du auf ein Zeichen wartest, diese eine verborgene Sache in deinem persönlichen Marianengraben anzugehen: Hier ist es.
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Hören.
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Meine Podcastempfehlung der Woche? Samuel Koch zu Gast bei Eva Schulz, dem Host des ARD-Podcast Deutschland3000. Ich habe das eine oder andere über Samuel Koch erfahren, das ich noch nicht wusste, angeregt mitgedacht und Evas Fragen sehr geschätzt. Ne wirklich gute Folge!
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Sehen.
Jeffrey Epstein. Dieser Name ist medial derzeit in aller Munde – und zwar in Verbindung mit niemand geringerem als US-Präsident Donald Trump.Wer sich bisher noch nicht damit beschäftigt hat, dem sei das Video von MrWissen2go empfohlen, in dem die komplexe Akte Epstein gut zusammengefasst wird.
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Bereits vor zwei Jahren habe ich mir dazu eine sehenswerte Dokumentation auf Netflix angeschaut. Doch erst vor drei Wochen las ich zum ersten Mal über die brisante Verstrickung mit Donald Trump: "Nun aber steht der Verdacht im Raum, Trump könne selbst Teil jenes Systems sein. Das birgt politische Sprengkraft: Zwei zentrale Antriebskräfte seiner Bewegung treffen aufeinander - die Wut auf die Eliten und die Loyalität zum Präsidenten."
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Seitdem kamen weitere Details ans Licht (oder eben auch nicht), die ein düsteres Bild zeichnen. Es beunruhigt mich offen gestanden, dass derzeit gefühlt das einzige, dass das hochbrisante Thema von der Agenda nehmen könnte, ein neuer Krieg oder eine weitere Eskalation in einem bestehenden Krieg wäre. Dahingehend sind Meldungen von verlegten Atom-U-Booten durch Donald Trump gleich doppelt besorgniserregend. Zumal ich hierbei unweigerlich an Trumps Vergangenheit als Schauspieler denken muss – und den Film "Wag the Dog", eine Satire über die Inszenierung eines Krieges zur Ablenkung von politischen Problemen …
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Schreibe mir, wenn du gerne mehr dazu lesen würdest.
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Fühlen.
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Nach wie vor zu viel. Aber die nächsten Tage versuche ich mal etwas runterzufahren. Eines Tages schreibe ich mal ein ganzes Buch darüber. Also über dieses Thema mit den Gefühlen … :)
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Riechen.
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Meeresluft? Das wäre schön.
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Schmecken.
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Gelöste Konflikte sind ganz nach meinem Geschmack. Leider entstehen immer wieder neue. Und doch ist es ein besonderer Moment, wenn man merkt: Es ist überstanden, es ist geklärt, es ist jetzt (wieder) in Ordnung. Kann ich nur empfehlen!
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One more Sinn
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Diese Woche habe ich mich für Beziehung statt Leistung entschieden, für Sein statt Tun. Umgekehrt habe ich mich vor einigen Wochen an anderer Stelle für Festhalten statt Loslassen entschieden, trotz Angst im Bauch. Das fiel mir nicht leicht. Zu erkennen, was wann dran ist – das ist nicht immer einfach. Aber wichtig. Wie gehst du mit dem inneren Konflikt zwischen Sein und Tun um? Und wo hast du zuletzt an etwas festgehalten oder etwas losgelassen, obwohl es dir schwer fiel? Schreib mir gerne.
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