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»Alles was digitalisiert werden kann, wird digitalisiert.« — Carly Fiorina
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KI ist wie Zucker. Auf einmal können wir machen, das alles geil aussieht, klingt oder schmeckt. Doch inzwischen erkennen immer mehr von uns den Schaden von Zucker und dessen ungewünschte Auswirkungen. Neben diversen Krankheiten sind das auch Übergewicht und Fettleibigkeit (wodurch wiederum weitere Krankheiten entstehen – ein Teufelskreis). Im Podcast mit Joe Rogen sagte der US-amerikanische Sänger Jelly Roll beispielsweise, dass er jahrzehntelang kaum Farbunterschiede wahrnehmen konnte. Seine Zuckersucht führte bei ihm zu einer völlig verarmten Farbwahrnehmung.
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Welche Auswirkungen wird KI haben? Das ist pauschal schwer vorherzusagen, aber was klar ist: Sie wird sich vor allem auf unseren Kopf und nicht unseren Körper auswirken (same same but different bei Zucker!). Wir dürften weniger kreativ werden, vielleicht auch weniger fleißig, unterm Strich also dümmer und fauler.
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Und in ein paar Jahren oder Jahrzehnten, wenn die Auswirkungen genauso wie die von übermäßigem Zuckerkonsum offensichtlich werden, wird es eine Gegenbewegung geben, die sich für eine zuckerfreie Ernährung (more power to you, Rolf!) resp. KI-freie Umgebung einsetzt. Nur: Sowohl Zucker als auch KI bekommen wir nicht mehr zurück in die Bottle, aus der sie herkommen. Was nicht heißt, dass es nicht mehr Rolfs da draußen geben solle. Au contraire!
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So betrachte ich meine kürzlich geäußerte Kritik an KI als eine Art Vorbote von dem, was vermutlich leider viel zu spät kommen wird. Auch bei Social Media und dem Smartphone sehen wir das. Facebook gibt es seit 2004, das iPhone seit 2007. Jetzt, 21 bzw. 18 Jahre später, wird über ein Social-Media-Verbot unter 16 (oder 14) Jahren diskutiert. Jetzt, wo die psychischen Störungen auf einem Allzeithoch sind und das Ende noch nicht in Sucht äh Sicht ist. Ja, die mentalen Erkrankungen sind beileibe nicht alle dadurch erklärbar – aber sicher zumindest dadurch beschleunigt und verstärkt. (Eine längst überfällige Podcast-Episode, btw! 2026!)
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Warum also lernen wir weder aus der Zuckerdemie (nimm das, Mark Zuckerberg!) noch aus der (a)sozialen Medienpandemie? Warum müssen wir erst körperlich, psychisch und mental degenerieren und massiv abbauen, bevor wir eine Kehrtwende herbeisehnen? (Ich bin versucht, diese Frage ChatGPT zu stellen – was den ganzen Punkt dieses Gedankens konterkarieren würde.)
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Und während Rolf (Grüße!) gerade sogar keinen Kaffee trinkt (noch so eine Sucht, die im direkten Konsumentenvergleich deutlich mehr Wasser als die KI verschwendet und ähnlich wie die KI in der Breite dankend angenommen wird), frage ich mich, wie ein verantwortungsvoller Umgang mit KI aussehen kann.
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Ein bisschen ChatGPT schadet nie?
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Diese Frage würde den Rahmen für die heutige Edition von Transit Times wahrlich sprengen. Daher beschränke ich mich auf den Aspekt, an den die meisten von uns derzeit synonymartig bei KI denken müssen: ChatGPT. Und ich glaube, dass ein erster Schritt zu einem verantwortungsvolleren Umgang mit diesen neuen Technologien ein bewusster Umgang ist. Dabei spielt das Bewusstwerden unserer unbewussten Bedürfnisse eine wichtige Rolle (hier spricht der Coaching-Daniel!), aber auch das simple Verstehen, was da eigentlich passiert. Denn ja, machen wir uns nichts vor: Zucker schmeckt halt geil. Und ja, die Ergebnisse von ChatGPT wissen ebenfalls durchaus zu begeistern (auch wenn ChatGPT laut Open AI-Gründer Sam Altman keinen Geist resp. Seele hat, nur um das mal klarzustellen).
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„Suchst du noch oder findest du schon?“ So könnte der Marketingslogan von ChatGPT lauten. Während wir bei Google bislang gesucht haben, verhält es sich bei ChatGPT und Co. nämlich anders: Da müssen wir uns nicht erst durch zig Webseiten voller Cookie- und Werbebanner klicken, sondern bekommen direkt das Ergebnis präsentiert. Ergo ist es eine Findmaschine. Was großartig ist. Tückisch wird es nur dann, wenn aus der Findmaschine eine Erfindmaschine wird.
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Erinnerst du dich noch daran, als du das erste Mal Google benutzt hast? Damals hießen die Platzhirsche Lycos, Yahoo, Altavista oder Fireball – und die waren schrecklich überfrachtet. Google dagegen wirkte minimalistisch, aufgeräumt, decluttert. Es war eine optische – und emotionale – Revolution. Eigentlich recht simpel: weniger ist mehr. Focus on the essential.
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Mit den Jahren kamen immer mehr Werbeplätze hinzu, und Marketer hatten den Dreh raus, wie man Webseiten in den Suchergebnissen nach oben pusht. Ein Kampf begann, der bis heute anhält – und Google reich machte. Sehr reich.
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Und gerade als wir dachten, dass das jetzt für immer so bleiben würde, kam ChatGPT um die Ecke. Minimalistisch, aufgeräumt, decluttert. Nicht nur auf der Startseite, sondern auch auf der folgenden Ergebnisseite. Genau so geht Suchen Finden im Jahr 2025. Kein Wunder also um den Erfolgszug von ChatGPT.
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Google rief „Code Red“ aus, hier stand auf einen Schlag plötzlich das ganze Geschäftsmodell des Internetgiganten auf dem Spiel. Heute, zwei Jahre später, hat Google aufgeholt und bietet den Nutzern neuerdings auch an, Suchanfragen direkt mit der hauseigenen KI (Gemini) zu beantworten. (Vor sechs Tagen rief sogar umgekehrt Open AI-CEO Sam Altman „Code Red“ aus. So schnell kann’s gehen.) Ein Gamechanger also?
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Das wirklich Revolutionäre daran ist nicht das minimalistische Interface, sondern das – nebenbei auch noch werbefreie – qualitativ hochwertig anmutende Ergebnis. EIN Ergebnis und fertig. Nachfragen allowed, kein Problem. Es ist wie endlich mal Gott höchstpersönlich fragen zu können, was man schon immer wissen wollte. Nur dass Google und ChatGPT nicht Gott sind. (Aber auch sie kann man wunderbar Dinge über Gott fragen, eine echte Zeitersparnis.)
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Was also ist daran so gefährlich, Daniel? I’m glad you asked. :) Unternehmer und Podcaster Steven Bartlett warnte vor drei Monaten davor, ChatGPT zu nutzen. Oder viel mehr falsch zu nutzen. Sein Punkt: Wir verlernen zu denken, wenn wir uns zu sehr auf KI verlassen. Was im Umkehrschluss nicht heißt, sie nicht zu nutzen, aber zumindest verantwortungsvoll – also vor allem erst einmal bewusst.
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Wenn ich den Gedanken aufgreife und weiterführe, passt hier erneut der Vergleich von KI und Zucker. Erst einmal auf den Geschmack gekommen, signalisieren beide unserem Gehirn, dass sie die Experience wieder wollen. Wie gesagt: „Endlich“ können wir machen, das alles geil aussieht oder schmeckt. Und zwar instant, also ohne Wartezeiten oder Kraftanstrengung. Wer glaubt, dass das nicht dumm und fett macht, glaubt vermutlich auch, dass Zitronenfalter Zitronen falten (wie ChatGPT aus diesem schlecht formulierten Satz einen gelungen machen würde?).
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Versteht mich nicht falsch: Gestern hatte ich wieder so ein Problem mit meiner selbstgehosteten Cloud. Und da war ich wirklich dankbar, das Problem mithilfe von ChatGPT schnell behoben zu haben – schneller als mich durch die zig Suchergebnisseiten und Foreneinträge zu wühlen oder gar auf eine Antwort eines Forenmitglieds zu warten (und zu hoffen!). ChatGPT versteht technische Probleme sehr gut und ist mir da echt eine Hilfe. Genauso wenig wie ich aufhören werde, eine Suchmaschine zu verwenden, werde ich damit aufhören, ein Chatbot oder ein LLM zu verwenden. Aber wenn ich daraus einen Automatismus entwickle und keine Grenzen mehr kenne, dann wird aus der Gewohnheit irgendwann eine Abhängigkeit, also eine Sucht. So wie bei Kaffee, Smartphones, Zucker, Social Media und Co.
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Der Unterschied zu all den soeben genannten Beispielen? Bei KI a.k.a. ChatGPT betrete ich zunehmend einen Raum, der mein Denken, Fühlen und Handeln beeinflusst und prägt, obwohl ich keine Ahnung davon habe, wie diese Maschine eigentlich funktioniert und auf ihre Ergebnisse kommt. Während ich selbst mich also immer mehr entmündige, wird ChatGPT im Umkehrschluss schleichend zu meinem Gott. Du glaubst mir nicht? Frag doch einfach mal ChatGPT. (Habe ich sogar getan – und eine durchaus interessante Antwort bekommen.)
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Diese gedankliche Reise ist noch lange nicht vorbei, ich wärme mich gerade erst auf, wie Zlatan einst sagte – aber für heute belasse ich es mal dabei. Mir war es wichtig, deine Hirnzellen in Bewegung zu bringen und die nächsten Wochen darauf zu achten, wie stark der Impuls in dir bereits geworden ist, mal eben schnell ChatGPT etwas zu fragen und dabei so einiges an Strom und auch Wasser zu ver(sch)wenden. Und ob es für dich Grenzen gibt, was du an eine KI auslagern möchtest. Schreib mir doch gerne deine Gedanken und Erfahrungen, Befürchtungen und Bedürfnisse dazu.
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PS: Eine Befürchtung, die meine Frau Debora beim Korrekturlesen mit mir teilte: Es sind auch (oder vor allem) unsere Kinder diesem krassen Einfluss ausgesetzt, genauso wie bei Social Media. Sie sind besonders herausgefordert, einen reifen und mündigen Umgang damit zu erlernen, weil sie im Gegensatz zu uns keine Welt mehr davor kannten. Und allein das ist schon Grund genug für uns (heutige) Erwachsene, uns damit auseinanderzusetzen. Denn sonst lassen wir unsere Kinder allein.
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Hören.
Als ich das Lied neulich aus unserem Wohnzimmer hörte, war ich direkt wieder hooked. So ein starkes Lied, so eine starke Performance. Love it!
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Ist für mich aber tatsächlich ein Weihnachtslied, das man bewusst hören sollte – nicht einfach nur nebenbei. Nimm dir die Zeit, es lohnt sich!
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PS: Alle, die auf der Suche nach ruhiger, besinnlicher Advents- und Weihnachtsmusik sind, die auch prima im Hintergrund laufen kann, empfehle ich wärmstens die beiden "Silent Christmas"-Alben von Dirk Menger.
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Sehen.
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Ich schaue gerade so gut wie nichts. Ergo keine Empfehlung. Für alle, die wie ich viel am Computer arbeiten: Schaut öfter aus dem Fenster raus, am besten alle 15-20 Minuten, um eure Sehmuskeln fit zu halten. (Use it or lose it.)
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Fühlen.
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Fühl' ich gerade voll: Angst und Stress, Neugier und Sehnsucht.
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Fühl ich nur wenig: Adventszeit. Leider.
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Riechen.
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2026 is coming. And it's gonna be good.
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Schmecken.
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Weihnachtsgebäck natürlich. Auch wenn dort meist reichlich Zucker drin ist ... (Vielleicht hast du ja ein leckeres(!) Plätzchen-Rezept mit nur wenig Zucker? Schreib mir!)
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One more Sinn
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Schon vor einigen Jahren wies Elon Musk im Podcast mit Joe Rogan darauf hin, dass wir ein Stück weit längst Cyborgs geworden sind. Halb Mensch, halb Maschine. Sein Beleg? Wir sourcen beispielsweise unsere Erinnerungen aus – an unser Smartphone. Oder weißt du, was du vor einem Jahr gemacht hast? An wen würdest du dich wenden, wenn du es herausfinden möchtest? Richtig, dein Smartphone! Allen voran deine Fotos, aber auch dein Terminkalender und deine Nachrichten im Messenger, meist in der Cloud gelagert. Mit KI erreicht diese Tatsache eine völlig neue Stufe.
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Augen|klick
Ausnahmesweise gibt's diesmal ein Screenshot statt ein Foto für dich. Erinnerst du dich noch an meine selbstgebastelte Lösung, die Tagesschau-Inhalte übersichtlicher aufzubereiten? Eine Woche später kann ich voller Freude sagen: Meine Lösung hat sich bewährt. Im direkten Vergleich mit der offiziellen Tagesschau-App erfüllt meine Lösung meine Bedürfnisse an eine kompakte Darstellung ohne Schnickschnack und zig mal Swipen müssen deutlich besser. Jetzt muss ich nur noch das mit der Demokratie fixen, was sich leider etwas schwieriger gestaltet.
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Btw: Leonard, wo ist dein zweites Video zum Rentenpaket? #stillwaiting
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