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»Erst wenn Weihnachten im Herzen ist, liegt Weihnachten auch in der Luft.« — William Turner Ellis
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2025, was für ein Jahr. Es gäbe viel zu sagen, aber an Heilig Abend versuche ich mich kurz zu fassen und auf das Wesentliche zu fokussieren. Vorgestern noch schrieb ich:
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„Dieses Jahr klappt es bestimmt. Da wird der Advent so richtig schön besinnlich. Jetzt, zwei Tage vor Heilig Abend, weiß ich: Schön bescheuert war ich, der Advent war einmal mehr einfach nur besinnungslos.
Statt gemütliche Runden am Abend im Kerzenschein einer Adventskerze mit dem vertikal aufsteigenden Aufdruck der Zahlen 1-24 (was für eine tolle Idee!), gab’s Erschöpfung und starke Emotionen pur und obendrein den sich abendlich wiederholenden Kampf mit den Kindern, die nicht ins Bett wollen. Versagen auf ganzer Linie, yehaa. (Nicht selten sind wir gleichzeitig mit unseren beiden Kindern schlafen gegangen – um 20 Uhr!)“
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Und auch beim Versuch, ein paar Zeilen zu schreiben, die sich reimen, um dem Frieden in Worten und Gedanken nachzujagen, kam ich nicht über ein „Die Welt ist verloren, ein Kind ist geboren“ hinaus. Dankbarer Weise darf ich auf einen Text meiner Frau Debora zurückgreifen, der das Wesentliche so schön auf den Punkt bringt und mit dem ich dir von Herzen ein frohes und gesegnetes Weihnachtsfest wünsche:
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Auf der Suche nach dir
Wir wandern, streunen, irren auf dieser Welt umher. Und auch in unserem Innern sind wir oft verwirrt und orientierungslos. Verloren sind wir, wenn wir uns selbst zu finden und zu retten versuchen. Denn die Antwort auf die Frage "Wer bin ich?" und "Wohin gehe ich?" liegt nicht in uns.
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Von Anbeginn der Zeit ist er uns nachgegangen, hat uns gesucht und gefragt: "Wo bist du?" Die Antwort auf diese Frage sollte vor allem uns selbst dienen. Immer ging er uns nach und ließ sich die Begegnung mit uns alles kosten - auch seinen einzigen Sohn.
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Von Angesicht zu Angesicht wollte er uns begegnen, mitten in der Dunkelheit und Verworrenheit unserer Welt. Von Angesicht zu Angesicht, mitten im Schmerz und der Verzweiflung unseres Ichs. Er scheute weder Verachtung noch Todesangst. All das nahm er auf sich, um dir zu begegnen, weil du es wert bist.
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Immanuel, Gott ist mit uns. Kein Gott über uns oder hinter uns. Nein, ein Gott, der Mensch wurde, klein, schwach und hilfsbedürftig. Mitten unter uns. Ein Gott, der uns zeigt, was wahre Stärke bedeutet. Den anderen höher zu achten als sich selbst. Das eigene Herz weich zu halten und anderen zu öffnen. Die Augen nicht zu verschließen vor dem Elend dieser Welt.
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Immanuel, Gott mit uns. Welches Versprechen könnte schöner und tröstlicher sein? Immanuel, Gott ist mit dir.
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Augen|klick
Die Tür, die du hier siehst, ist mein bis dato größter handwerklicher Erfolg. Sie ist das Ergebnis von sechs Wochen Arbeit: selbstgebaut, maßgeschneidert, passgenau, einzigartig, einmalig. You get it. Klein Daniel ist mächtig stolz und will seine Freude mit anderen teilen.
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Das Ding ist: Noch am Abend zuvor ging ich mit den starken Gefühlen von Angst und Trauer ins Bett, und musste den Gedanken bekämpfen, vielleicht versagt zu haben, aber kein Versager zu sein. Denn es war unklar, ob die Schiebetür am Ende überhaupt passen und hängen würde. (Im Laufe der sechs Wochen ging wirklich fast alles schief, was schiefgehen konnte.) Das Ergebnis, welches am nächsten Vormittag mithilfe eines Freundes (Danke dir, lieber Andreas!) entstand, siehst du auf dem Foto.
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Was lernen wir daraus? Es ist nicht leicht zu unterscheiden, wann es dran ist, loszulassen und sich einzugestehen, dass das nichts mehr wird – und wann man dranbleiben sollte, auch dann, wenn einem Freunde davon abraten und (auch die eigenen Gefühle!) sagen, dass es eh nichts bringt. Aber wenn du trotz starker Gefühle den noch stärkeren inneren Eindruck hast, dass es dran ist: Dann geh dem nach und gib nicht auf. Manchmal müssen wir uns da durchkämpfen. Was könnte mit Blick auf 2026 bei dir dran sein? Welchen Kampf solltest du vielleicht kämpfen?
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One more Sinn
Passend zum Foto der Woche zitiere ich abschließend aus der heutige Lectio, die ich gemeinsam mit Debora einsprechen durfte und nicht nur deshalb sehr empfehlen kann:
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„Die Geschichte von Jesu Geburt wird oft als eine wohlige, romantische Ausflucht von den Problemen unserer Welt dargestellt, doch das Gegenteil ist der Fall! Ich höre mir die heutige Bibellese aufmerksam an und bemerke, wie brutal und sogar politisch die Geschichte eigentlich ist...
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Es geschah aber in jenen Tagen, dass Kaiser Augustus den Befehl erließ, den ganzen Erdkreis in Steuerlisten einzutragen. Diese Aufzeichnung war die erste; damals war Quirinius Statthalter von Syrien. Da ging jeder in seine Stadt, um sich eintragen zu lassen. So zog auch Josef von der Stadt Nazaret in Galiläa hinauf nach Judäa in die Stadt Davids, die Betlehem heißt; denn er war aus dem Haus und Geschlecht Davids. Lukas 2,1-4 (EÜ)
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Römische Kaiser ließen aus zwei Gründen Volkszählungen durchführen: um festzustellen, wie viele Soldaten sie in ihre Armee einziehen konnten, und um zu berechnen, wie viel Geld sie von ihren Untertanen an Steuern einziehen konnten. Das waren also die wenig feierlichen Gründe, warum Josef und Maria den 130 Kilometer langen Marsch von Galiläa nach Bethlehem unternehmen mussten. Sie müssen sich nervös, hilflos und vielleicht auch ziemlich wütend gefühlt haben. Und doch wissen wir heute, dass Gott am Werk war und auf wundersame Weise die politische Maschinerie eines gottlosen Herrschers dazu nutzte, um die Jahrhunderte alten Gebete und Prophezeiungen des Volkes Israels zu erfüllen. Und das ist ein beruhigender Gedanke für mich, angesichts einer Welt, die anscheinend immer noch brutalen Machthabern ausgeliefert ist. Vielleicht wirkt Gott wirklich – souverän und doch subtil – durch die zerbrochenen politischen Systeme unserer Zeit und schreibt eine weitere große Geschichte zwischen den Schlagzeilen des Tages. Und vielleicht werde ich eines Tages auf mein eigenes Leben zurückblicken und erkennen, dass Gott genau durch die Dinge gewirkt hat, die ich derzeit als Hindernisse für seine Absichten betrachte.“
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