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»Geduld ist die Fähigkeit, den Motor im Leerlauf laufen zu lassen, wenn man das Gefühl hat, den Gang auszuschalten.« — Michael Le Fan
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Wie findet man Worte für das, was man nicht in Worte fassen kann? Nein, ich spreche nicht von den Töchtern und unserem Stadtbild, sondern von unserer persönlichen Wohnungssituation. Vor einem Monat teilte ich die schwierige Situation, in der wir uns befinden, hier bei Transit Times mit dir. Nichtwissend, dass in den folgenden Wochen alles noch deutlich dramatischer werden sollte. Diese Woche war dann der absolute HöhepunktTiefpunkt, mit maximaler Intensität am gestrigen Abend.
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Am gestrigen Nachmittag schrieb ich am Ende meiner zwei DIN A4-Seiten als vorläufiges Fazit für die heutige Transit Times-Edition:
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„Die letzten Tage habe ich immer wieder überlegt, ob ich das nochmal so detailliert aufschreiben soll oder nicht. Zum einen will das doch kein Mensch lesen, denke ich mir (völlig zurecht – wir haben alle schon genug Probleme!) – und zum anderen habe ich absolut Minus Lust, schon wieder darüber zu schreiben. Inzwischen bereue ich es sogar, dass ich die Sache mit dem Umzug in diesem Newsletter überhaupt thematisiert habe, trotz mancher liebevoll-ermutigender Zuschriften (Danke!). Gleichzeitig erscheint es mir völlig unehrlich, das nicht zu tun. Denn es beschäftigt mich derzeit nun mal mit haushohem Abstand am meisten, trotz der Töchter-Thematik rund um Merz‘ Stadtbildaussage und allen anderen Schlagzeilen der vergangenen Tage.“
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Heute Mittag kam dann endlich die erlösende Zusage für den Mietvertrag in unserem künftigen Zuhause. Und nun versuche ich, das alles emotional zu verarbeiten.
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Falls das deine erste Edition von Transit Times ist: Herzlich willkommen und keine Sorge – hier geht es normalerweise nicht um persönliche Dinge aus meinem Leben, auch wenn meine Persönlichkeit sicher durch jede einzelne Ausgabe durchschimmert. Aber da es nun mal um das für mich wichtigste Thema der vergangene Woche geht, kam ich vor einem Monat nicht drum herum, dezidiert darüber zu schreiben. Zum besseren Verständnis teile ich hier noch meinen gestrigen Einstieg mit dir:
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„Seit 25 Tagen warten wir nun schon auf eine Genehmigung des Amtsgerichts von unserem unterschriebenen Mietvertrag. Und nur 14 Tage trennen uns von einer Räumungsklage unserer aktuellen Vermieter. Die Lage ist ernst, sehr ernst. Damals, im Mai 2025 hätten wir uns in unseren wildesten Albträumen nicht vorstellen können, wie sich das entwickelt. Heute, fünf Monaten später, befinden wir uns mittendrin in der Situation voller Ungewissheit und sehnen uns so sehr nach einem Ende dieses Albtraums.“
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Somit haben wir wie bereits 2017 und 2018 erneut volle zwei Jahre in zunehmender Intensität mit der Wohnungssuche verbracht. Und jetzt stehen wir endlich kurz vor Erreichen des nächsten Etappenziels. Ein paar Hürden gibt es noch zu nehmen, aber die mit Abstand wichtigste ist nun endlich genommen.
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Für Transit Times bedeutet das zweierlei:
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- Ich kann mich endlich wieder anderen Themen zuwenden …
- … sobald wir erfolgreich um- und eingezogen sind.
Die kommenden Wochen wird es hier also deutlich ruhiger werden, ehe es dann wieder wie gewohnt weitergeht. Denn: In all den Wochen hat mir Transit Times tierisch Spaß gemacht, und ich habe mich auch über jede einzelne Rückmeldung gefreut, ob per E-Mail oder neuerdings auch per Telegram (Tabea hat bei Edition 29 eine exzellente Rückfrage gestellt, vielen Dank dafür!).
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Somit steht am 8. November nach heutigem Stand nun endlich unser lang erwarteter Umzug an – und das einen Tag vor meinem Geburtstag. Es gäbe sicher noch viele Fragen zu bewegen, aber um es abschließend mit dem dänischen Philosophen zu sagen, den ich vor einem Monat eingangs zitierte: „Das Leben kann nur rückwärts verstanden, aber es muss vorwärts gelebt werden.“
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PS: Tatsächlich habe ich noch zweieinhalb weitere Seiten zu meinem inneren Gemütszustand verfasst, die aber zu unausgereift und vermutlich zu persönlich sind, um sie an dieser Stelle zu teilen.
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PPS: Aufgrund meiner tiefen Erschöpfung, die sich gerade immer mehr breit macht und jetzt auch mal sein darf, gibt es dieses Mal keine sechs Sinne zum Nachtisch. Beim nächsten Mal dann wieder, es wird lecker!
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Augen|klick
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Gestern um 17.24 Uhr im Rheinbacher Rathaus. Passend zu meiner damaligen Gemütslage fängt es an zu winden und zu regnen als ob die Welt unterginge. Ging sie nicht, aber beinahe. #nofilter
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