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»Wahre Freunde sind wie Sterne. Man erkennt sie erst, wenn es dunkel um einen herum ist.« — Bob Marley
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Die erste Transit Times-Edition aus den neuen vier Wänden. Ein besonderer Moment. In den letzten zwei Wochen haben sich die Ereignisse im Hause Höly überschlagen. Zuletzt kündigte ich ja unseren bevorstehenden Umzug für Samstag, den 8. November an – nur um zwei Tage später zu erfahren, dass unsere alten Vermieter uns mit allerhand Kosten drohten, würden wir nicht wie zuvor besprochen am 1. November umziehen.
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Das Problem dabei: Der 1. November war zum damaligen Zeitpunkt – lediglich sieben Tage vorher – trotz weitestehend gepackter Kisten schlicht nicht möglich. Allen voran fehlten uns Umzugshelfer; mit nur einem Freund allein konnte das nicht klappen. Unsere weiteren sieben Freunde und Helfer, die wir seit August mehrfach angefragt hatten, hatten ausgerechnet für diesen Tag bereits abgesagt.
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Doch dann passierte etwas, das ich in dem Ausmaß und in der Intensität in meinem Leben vermutlich noch nie erlebt habe …
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Flashback 2015. Ich sitze bei Nicolas Lecloux, einem der drei True Fruits-Gründer, in seinem Bonner Büro und wir unterhalten uns (ja, dort darf man so viele Smoothies trinken wie man will!). Damals ging es noch voll um Gründertum und mein Printmagazin Shift, für das ich dringend Investoren suchte. „Weißt du“, setzte Nic an, „wir alle warten auf den Retter, der auf seinem Schimmel dahergaloppiert kommt, mit seinem roten Umhang und seinem Schwert, und uns endlich rettet. Aber die Wahrheit ist: Dieser Retter kommt nicht.“ Autsch. Das saß.
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Was er damit sagen wollte: Beweg deinen Arsch, streng dich an, gib alles, bleibe aktiv, kremple die Ärmel hoch und pack an. You get it. Für junge Gründer eine wichtige Lektion, denn der Weg der Selbstständigkeit ist nun mal steinig und schwer.
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Vorgespult Oktober 2025. Nun sitzen meine Frau und ich gehörig in der Klemme, wissen weder ein noch aus. Der Druck sitzt uns im Nacken und wir sind mit unserem Latein am Ende. Das war’s, Game over. Oder? Aus eigener Kraft jedenfalls war da nichts mehr zu machen. Wie sollen wir den Umzug doch noch am 1. November schaffen?
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Am gleichen Tag wie uns die drohende Botschaft der alten Vermieter erreichte – Samstag, der 25. Oktober 2025 – bekam ich mitten in dieser Verzweiflung eine Nachricht von dem Freund, der für den Umzug am 1. November zugesagt hatte: „Ich würde für den 1.11. sowohl Transporter als auch Männer organisieren, um den Umzug zu stemmen!“
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Das Kuriose daran: Einen Tag zuvor hatte ich ja noch geschrieben, dass wir den Umzug erst am 8. November durchführen würden (im Glauben, dass die alten Vermieter sich darauf einlassen würden), sodass er nicht wissen konnte, wie sehr wir nun doch auf einen Umzug am 1. November angewiesen waren. Sollte da also doch was gehen?
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Drei Tage und ein paar kurze Telefonate und Sprachnachrichten später schrieb mir mein Freund: „Also ich habe bisher 3 Zusagen, denke aber das es 4 werden…“ Parallel kam an dem Tag ein anderer Freund mit seinem VW-Bus vorbei und wir luden in fünf rappelvollen Fuhren die Garage des neuen Hauses komplett voll. Auf einmal sah das eigene Haus schon spürbar leerer aus, was uns Hoffnung gab.
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Einen Tag später fassten wir dann den Entschluss: Wir ziehen eine Woche früher um als geplant (im Sinne von: eigentlich möglich gewesen wäre). Es wird klappen, es muss klappen. Kurz darauf meldeten sich zwei weitere Umzugshelfer aus der Nachbarschaft, am Tag vor dem Umzug noch ein dritter. Am 1. November waren wir dann in der Spitze zu zehnt, mit einem großen Transit-Transporter (wie passend!) und einem weiteren VW-Bus. Von 09 bis 16 Uhr wurde durchgepowert und danach war das alte Haus leer. Es war geschafft, wir waren geschafft.
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„Was für ein Kraftakt“, sagte ich am Abend, totmüde, zu meiner Frau, kurz bevor wir gegen 20 Uhr einschliefen. „Kraftakt?“, erwiderte sie. „Gewaltakt!“
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Das Gewaltigste für mich am gesamten Umzug war jedoch etwas anderes: Der unermüdliche Einsatz meines Freundes, der drei weitere Umzugshelfer organisiert und damit den unverrückbaren Stein entscheidend ins Rollen gebracht hatte. Nicht nur hatte er einen Transporter organisiert, den er auch selbst fuhr, zusätzlich seinen eigenen VW-Bus zur Verfügung gestellt und drei weitere Helfer organisiert (die es allesamt völlig kostenlos gemacht hätten und fast schon empört waren als ich ihnen am Ende ein kleines Dankeschön überreichte!), sondern er hat den ganzen Tag über angepackt wie sonst was – und „nebenbei“ eindrucksvoll und absolut souverän die gesamte Truppe orchestriert, dass ich aus dem Staunen nicht herauskam.
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Als er dann direkt am nächsten Tag erneut seine Hilfe anbot, war ich wirklich überwältigt. Denn: Vor dem Haus hatten wir noch einige alte Möbelstücke stehen gehabt, die dringend wegmussten. Flugs lud er den Transporter voll und schaffte die gesamte Ladung am Montag darauf zur Entsorgungsanlage. Der Ballast war weg, ein riesiger Hinkelstein, der auf unseren Herzen lastete: einfach weg. Das war unglaublich. (Dass er zwei Tage später erneut vorbeikam, um mal eben weitere Möbel und Kisten im Haus zu verrücken, verkommt da als pure Randnotiz.)
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Diesen Einsatz für einen Freund habe ich in diesem Umfang noch nie erlebt. Und ohne diesen Einsatz wäre der Umzug nicht möglich gewesen. Punkt. Solch einen Freund zu haben, ist eine wahre Freude.
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Von Herzen Danke, lieber Leonard.
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PS: Ab nächster Woche wende ich mich dann wieder den vermeintlich „großen“ Themen da draußen zu. Vor allem zum Thema KI reifen gerade ein paar Gedanken in mir, die ich gerne mit dir teilen möchte.
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Hören.
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Mein Lieblings-Weihnachtslied aus dem Munde der musikalischen Entdeckung des Jahres, komponiert vom NF-Produzenten? Das kann nur gut werden, oder? Ach was sage ich: Es ist sehr gut geworden. Absolutely love it. Hiermit erkläre ich die Adventszeit für eröffnet!
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Sehen.
Seit 7 vs. Wild aufgekauft wurde, interessiert mich die Serie nicht mehr. Der Spirit, den die Serie auszeichnete: gone. Umso dankbarer bin ich für Johannes und Josia von den Real Life Guys mit ihrer Serie "100 Tage autark". B(l)ockstark!
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Es freut mich enorm zu sehen, wie sehr insbesondere Johannes ganz in seinem Element zu sein scheint. Und ganz besonders beeindruckt mich Johannes' Resilienz.
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Umzugsbedingt habe ich die letzten Folgen noch nicht sehen können, aber das werde ich definitiv die nächsten Tage nachholen. Go, Real Life Guys, go! 💯
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Fühlen.
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Zum ersten Mal seit Wochen fühle ich wieder Dankbarkeit, Freude und ein Hauch von Leichtigkeit. Und boy, fühlt sich das gut an. Diese Gefühle habe ich echt vermisst.
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Riechen.
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Der frisch verlegte Parkettboden im neuen Haus strahlt nicht nur optisch und haptisch eine unglaubliche Ruhe und Schönheit aus, sondern sorgt tatsächlich auch für ein Wohlgeruch, wie ich finde. (Ähnlich wie bei einem neuen Auto, nur eben mehr Natur, weil Holz.)
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Schmecken.
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Döner. Wir haben ein neues Döner-Restaurant in Rheinbach - und da bekommt man tatsächlich den besten Döner, den ich bislang gegessen habe. Das Geheimrezept neben Feta, Zitrone, drei Saucen und Fleisch mit Paprika? Gedünstetes Gemüse. Unfassbar lecker!
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One more Sinn
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Tatsächlich fällt es mir schwer, hier etwas aufzuschreiben. Zu viele Gedanken und Eindrücke schwirren dabei durch meinen Kopf. Die vergangenen zwei Wochen waren überwältigend. Was ich aber von Herzen an der Stelle sagen möchte: Danke, Gott.
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Augen|klick
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Noch am frühen Samstagmorgen kurz vor dem offiziellen Umzugsbeginn fuhr ich schnell rüber zum neuen Haus, um im Flur Malervlies auszulegen. Direkt vor dem Eingang durfte ich dann diesen unfassbar malerischen Sonnenaufgang bestaunen und fotografieren. Ein wirklich beeindruckender und für mich ganz besonders ermutigender Moment, den ich dankbarerweise auch fotografisch festhalten durfte. #nofilter
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