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Epstein und die Cover-up Culture
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»The cover-up, more than the initial wrongdoing, is what is most likely to bring you down.« — Madeleine Albright
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„Was an den Epstein-Files ist jetzt so schockierend? Es war doch schon immer klar, dass die da oben, die Leute an der Macht, korrupt sind.“ Das sagte mir eine Transit Times-Leserin im persönlichen Gespräch, nachdem sie meinen letzten Bezug auf Epstein in Edition №33 gelesen hatte.
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Richtig, auch die Elite der westlichen Welt ist korrupt. Das wusste gefühlt jeder, ließ sich jedoch nie belegen. Dafür waren die Herren einfach zu clever. Doch genau hier bieten die Epstein-Files erstmals das Potenzial, das zu ändern. Und dass die Gräueltaten der Mächtigen endlich mal bestraft werden.
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Genau deshalb ist es so verheerend, dass die bislang veröffentlichten Files – Millionen von Dokumenten – eben das aufgrund der vielen Schwärzungen und unstrukturierten Veröffentlichung durch das US-Justizministerium weitestgehend nicht ermöglichen. Sprich: Die Täter, die Männer, die Mächtigen – sie werden erneut geschützt und scheinen somit ungeschoren davonzukommen.
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Das Perfide daran ist, dass die Trump-Administration die vielen Schwärzungen mit dem Schutz der Opfer begründet. Es mag durchaus Missbrauchsopfer geben, die nach wie vor nicht als solche vor der Weltöffentlichkeit oder ihrer eigenen Familie erkannt werden wollen – und das ist ihr gutes Recht.
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Doch in der Öffentlichkeit nehme ich vor allem Betroffene wahr, die sich mehr Transparenz wünschen und höchst unzufrieden mit den vielen Schwärzungen sind. Insbesondere, weil wohl auch häufig Täternamen geschwärzt werden, während manche Opfernamen bei der Erstveröffentlichung versehentlich nicht geschwärzt wurden. Come on!
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Womit wir beim Thema der heutigen Edition wären: den Epstein-Files. Am 04. August 2025 schrieb ich in Edition №19 erstmals darüber:
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Bereits vor zwei Jahren habe ich mir dazu eine sehenswerte Dokumentation auf Netflix angeschaut. Doch erst vor drei Wochen las ich zum ersten Mal über die brisante Verstrickung mit Donald Trump: "Nun aber steht der Verdacht im Raum, Trump könne selbst Teil jenes Systems sein. Das birgt politische Sprengkraft: Zwei zentrale Antriebskräfte seiner Bewegung treffen aufeinander - die Wut auf die Eliten und die Loyalität zum Präsidenten."
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Massenhafter Missbrauch ohne Strafe
Heute will ich auf einen anderen, grundsätzlicheren Punkt hinweisen, daher nur kurz zu Trump: Ich glaube, dass er die Öffentlichkeit jahrelang belogen hat, ein chronischer und skrupelloser Lügner ist, dass er zutiefst in das Epstein Netzwerk verstrickt ist und als US-Präsident unbedingt zurücktreten sollte. Alles andere wäre eine Farce.
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Primär geht es (mir) hier aber nicht um Trump, der die Aufmerksamkeit liebt wie kein Zweiter. Bei all dem aktuellen Getöse und dem Wust an Daten, Dokumenten und Deutungen sollten wir folgende zwei Ebenen, die ganz eng zusammenhängen, nicht aus dem Blick verlieren: die Opfer und die Cover-up-Kultur.
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Kurz zum Hintergrund: Jeffrey Epstein war nach außen ein US-Investmentbanker und bereits seit 2008 verurteilter Sexualstraftäter, der über Jahrzehnte einen Ring zur sexuellen Ausbeutung Minderjähriger unterhielt. Nach (oder bereits während) seiner lediglich 13-monatigen Haftstrafe (grotesk!) trieb er weiter sein Unwesen, ehe er 2019 erneut festgenommen wurde wegen des Verdachts auf Menschenhandel mit Minderjährigen. Rund fünf Wochen später wurde er am 10. August 2019 tot in seiner Zelle aufgefunden. (MrWissen2go hatte das bereits vor sechs Monaten in diesem kurzen Video zusammengefasst.)
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Das wohl bekannteste Opfer war Virginia Giuffre, die bereits 2011 Epsteins systemische Vergehen entlarvte. Sie gab der Daily Mail ein Interview und veröffentlichte das inzwischen weltbekannte Foto von sich und dem damaligen Prinz Andrew. Im April 2025 nahm sie sich das Leben, ein halbes Jahr später erschien ihr Buch „Nobody's Girl: Meine Geschichte von Missbrauch und dem Kampf um Gerechtigkeit“. Spätestens jetzt ahnst du vielleicht, wie grausam das alles ist.
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Jeder, der bei Sinnen ist, wünscht sich Gerechtigkeit für Täter und Opfer. Und genau deshalb ist es eine zum Himmel schreiende Ungerechtigkeit, dass es in den USA bis heute nur eine einzige Person gibt, die in diesem riesigen Komplott strafrechtlich verurteilt wurde: Epsteins rechte Hand Ghislaine Maxwell. Eine durch und durch gruselige Frau.
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Alle mächtigen Männer wie Bill Clinton, Bill Gates, Donald Trump distanzierten sich inzwischen stark von Jeffrey Epstein. Na klar, hinterher will niemand etwas gewusst haben, vor allem der notorische Lügner Donald Trump nicht. Und eng waren sie alle nicht mit Epstein. Deshalb flogen sie ja auch mehrmals mit dessen Privatjet und tauchen tausende Male in den Epstein-Files auf. Ist klar.
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Cover-up Culture under attack
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„‚Cover-up-Kultur‘ bezeichnet das systematische Verheimlichen von Fehlverhalten, Fehlern, Inkompetenz oder unethischen Handlungen, oft durch Personen in Machtpositionen, um Kritik zu vermeiden oder Schuld abzuwehren. Dies kann zu schweren Organisationsskandalen führen, den Ruf nachhaltig schädigen und beginnt oft im Kleinen. Es umfasst sowohl persönliche Vertuschungen als auch die Deckung anderer.“
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Während das zweifellos auf die politische und wirtschaftliche Elite der USA zutrifft, verhält sich das in Großbritannien und Norwegen anders.
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In Großbritannien führten die Enthüllungen zu einer Regierungskrise; Premier Keir Starmer steht wegen der Ernennung von Peter Mandelson, einem Bekannten Epsteins, unter Druck. Und gegen Ex-Prinz Andrew, der bereits seinen königlichen Status verloren hat, gibt es neue Ermittlungen wegen mutmaßlicher Weitergabe vertraulicher Informationen.
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In Norwegen stehen derzeit mehrere hochrangige Akteure massiv unter Druck, darunter die Kronprinzessin Mette-Marit und Ex-Ministerpräsident Thorbjørn Jagland, gegen den wegen Korruption ermittelt wird. Eine Spitzendiplomatin trat bereits zurück.
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Achtung: In beiden Ländern gab es lediglich erste Rücktritte aus politischen Ämtern. Das ist nicht, nicht mal annähernd, vergleichbar mit einer strafrechtlichen Verurteilung. Diese steht bald sieben(!) Jahre nach Jeffrey Epsteins Tod weiterhin bei: 1.
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Während vor ein paar Jahren noch Cancel Culture das große gesellschaftspolitische Thema war, könnte es nun also die Cover-up Culture werden. Was mich zum letzten Punkt der heutigen Edition bringt.
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Eine richtungsweisende Entscheidung
In welcher Gesellschaft willst du leben? Hast du dir diese Frage schon mal gestellt? So oder so ist es jetzt an der Zeit, sich zu positionieren. Die USA muss sich entscheiden, ob sie das Ausbleiben jeglicher Konsequenzen sowie die Vertuschung eines der größten Sexualverbrechen der Neuzeit hinnimmt oder nicht. Das wird viel über die gegenwärtige Kultur des Landes aussagen, und wie sich das Land in den nächsten Jahren verändern wird.
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In Großbritannien und Dänemark sind klare Anzeichen erkennbar, dass die breite Bevölkerung entsetzt und nicht bereit ist, diese Vergehen stillschweigend hinzunehmen. Und auch wir müssen uns entscheiden, ob wir die Cover-up Kultur (weiter) hinnehmen und damit Täter decken und Opfer schwächen und ermöglichen.
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Das gilt jedoch nicht nur für die Ebene der Mächtigen und Reichen des Landes, sondern auch auf kleinster Bühne: im Kindergarten und in der Kirchengemeinde genauso wie im Dorfverein und der eigenen Familie. In Edition №17 habe ich den ehemaligen Bundespräsidenten der Bundesrepublik Deutschland, Gustav Heinemann, zitiert: „Wer schweigt, fördert was im Gange ist.“
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Eine ganz besondere Verantwortung kommt dabei den Medien und Publizisten zu. Viele von ihnen haben dazu beigetragen, manche Menschen erst großzumachen. Ein warnendes Negativbeispiel ist hier der von mir in der ersten Transit Times-Editon erwähnte Kinderpsychiater Michael Winterhoff (sehr sehenswert!). Wie hier weggeschaut und vertuscht wurde, ist ekelerregend. Und die Auswirkungen davon sind verheerend. Und das anschließende Schweigen gewisser Medien(vertreter) wiederum ist einfach nur beschämend.
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Willst du ein Mann oder eine Frau der Integrität sein? Dann hör auf zu schweigen. Schau hin – und mach deinen Mund auf. Denn (deine) Worte haben Kraft! Es ist an der Zeit, charakterlich zu wachsen und Opfern deine Stimme zu geben.
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PS: Aufgrund der Länge verzichte ich in dieser Edition auf die weiteren Newsletter-Elemente.
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»Most people, if they know they have done wrong, foolishly suppose they can conceal their error by defending it, and finding a justification for it; but in my belief there is only one medicine for an evil deed, and that is for the guilty man to admit his guilt and show that he is sorry for it. Such an admission will make the consequences easier for the victim to bear, and the guilty man himself, by plainly showing his distress at former transgressions, will find good grounds of hope for avoiding similar transgressions in the future.« — Arrian von Nikomedien, The Campaigns of Alexander (Deutsch: Anabasis des Alexander); Zweites Jahrhundert nach Christus
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Donald Trumps Widerwärtigkeiten
Trumps Strategie war zunächst der Versuch der Ablenkung und Bagatellisierung: „Ich verstehe nicht, warum der Fall Jeffrey Epstein irgendjemanden interessiert. Das ist ziemlich langweiliges Zeug“, sagte er im Juli 2025 vor Reportern. Doch seine Strategie ging nicht auf, auch seine MAGA-Basis sah das anders.
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Nun versucht man es mit der erziehungstechnisch nächsten Stufe, die der Umlenkung, und zwar auf „die Demokraten“, allen voran Bill Clinton. Vielleicht will Donald Trump mit der scheibchenweise und umfangreich geschwärzten Veröffentlichung des gigantischen Datenwusts auch überfordern – in der Hoffnung, dass am Ende so viele Details dazu publiziert werden, die das Gesamtbild verschwimmen lassen und einen letztendlich entnervt und frustriert aufgeben lassen, getreu dem Motto: „Nichts genaues weiß man nicht.“
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Aber es sind vor allem die Opfer von Epstein, die nicht aufgeben – und mehr wollen. Thinq bringt ihre Empörung im Newsletter wie folgt auf den Punkt (Danke, liebe Sabine, für den Hinweis!):
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„Die Opfer und ihre Anwälte haben ihre tiefe Unzufriedenheit über die Art und Weise der Veröffentlichung zum Ausdruck gebracht und argumentieren, dass die stark redigierten Akten immer noch nicht das gesamte Ausmaß von Epsteins mächtigem Netzwerk offenlegen. Kritiker behaupten, dass die langsame, stückweise Veröffentlichung von Informationen es vielen Mitarbeitern Epsteins ermöglicht hat, sich der öffentlichen Kontrolle und rechtlichen Konsequenzen zu entziehen. Für die Überlebenden und die Öffentlichkeit ist diese Affäre eine ernüchternde Erinnerung daran, wie das Justizsystem daran scheitern kann, die Reichen und Einflussreichen zur Rechenschaft zu ziehen, selbst Jahre nach Aufdeckung ihrer Verbrechen. Als Vordenker, die sich für Gerechtigkeit für solche abscheulichen Verbrechen einsetzen, sollte diese Veröffentlichung niemanden zufriedenstellen. Obwohl uns Rechenschaftspflicht und Transparenz versprochen wurden, hat die derzeitige Regierung kläglich versagt, dies zu erfüllen. Es ist unsere Aufgabe, uns mit einem so wichtigen Thema wie diesem nicht zufrieden zu geben, damit die Verantwortlichen für diese Gräueltaten nicht ungestraft davonkommen.“
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Und Trump? Der deutet auch jetzt, nach der Veröffentlichung etlicher Akten, immer wieder an, „es sei an der Zeit, die Epstein-Akten hinter sich zu lassen“. Und das, obwohl Gesetzgeber unter anderem behaupten, aus den noch unveröffentlichten(!) Dokumenten gehe hervor, dass eines von Epsteins Opfern gerade einmal neun Jahre alt war. Währenddessen „ist die Regierung von Donald Trump bedrohlich darauf bedacht, weiterzumachen, obwohl Millionen von Dokumenten noch nicht ans Licht gekommen sind“. Einfach nur sick.
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Krank ist auch, dass Trump wiederholt erklärt hat, „er habe von Epsteins Straftaten nichts gewusst. Als Reporter ihn 2019 nach seiner Einschätzung zu Epstein fragten, sagte Trump: ‚Nein, ich hatte keine Ahnung. Ich hatte keine Ahnung. Ich habe seit vielen, vielen Jahren nicht mehr mit ihm gesprochen.‘“ Doch „nun hat das Justizministerium die Aussage eines ehemaligen Polizeichefs aus Florida veröffentlicht, die ein anderes Bild zeichnet. 2006 soll Trump zu ihm gesagt haben, ‚jeder‘ wisse über Epsteins Verhalten Bescheid“. Das ist 100 Prozent Cover-up Culture. Absolut widerwärtig!
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Trump hingegen suggerierte noch im Juli 2025, dass nur „ziemlich schlechte Menschen, einschließlich Fake News“, das Interesse an dem Fall aufrechterhalten wollten. (Original: „I think really only pretty bad people, including fake news, want to keep something like that going.“) Trump, der Gutmensch. Pah!
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One more Sinn
Jesus erzählt uns ein bekanntes Gleichnis vom barmherzigen Samariter. Dieser rettet einen Mann, der überfallen, ausgeraubt und schwer verletzt wurde. Das Perfide daran: ausgerechnet ein Priester und ein Levit gingen zuvor ebenfalls an dem Mann vorbei und unternahmen: nichts.
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Interessant ist, dass es in diesem Gleichnis keine Sekunde lang um den Täter ging, sondern um das Opfer und vor allem demjenigen, der ihm half. Erwähnt wurden auch diejenigen, die das Leid des verletzten Mannes sahen, sich aber entschieden, wegzuschauen, die Straßenseite zu wechseln und zu schweigen. Der Fokus des Gleichnisses liegt jedoch ganz klar auf dem Samariter, der hier als Vorbild erwähnt wurde.
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Jesus antwortete mit diesem Gleichnis einem jüdischen Gesetzeslehrer, der ihm eigentlich mit folgender Frage eine Falle stellen wollte: „Was muss ich tun, um das ewige Leben zu bekommen?“ (Keine kleine Angelegenheit, btw!) Auf diese Frage antwortete Jesus also mit einem Gleichnis, in dem eben nicht die geistliche Obrigkeit, sondern ausgerechnet ein Samariter gottgemäß handelte. Samariter lebten damals in Feindschaft mit den Juden.
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Es erinnert mich an den Vorfall im vergangenen Dezember, als Ahmad Al Ahmad, ein 43-jähriger syrisch-stämmiger Australier und Muslim, sich heldenhaft einem antisemitischen Terrorakt entgegenstellte. Zuvor eröffneten zwei Täter mit mutmaßlichen Verbindungen zur Terrororganisation „Islamischer Staat“ (IS) das Feuer auf eine Veranstaltung zum Auftakt des jüdischen Chanukka-Festes am Bondi Beach in Sydney. 15 Menschen kamen dabei ums Leben; hauptsächlich Juden, darunter zwei Mädchen im Alter von 10 und 12 Jahren. Zahlreiche weitere Personen wurden verletzt, darunter auch Kinder. Ausgerechnet ein Muslim überwältigte einen der Angreifer, entwaffnete ihn und wurde dabei selbst zweimal in den Arm geschossen. Wow, Ahmad Al Ahmad!
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